Der frühe Vogel fängt den Wurm

So ziemlich Jeder hat bestimmt den Ausspruch „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ schon einmal gehört. Gemeint ist natürlich, dass man möglichst früh anfangen soll, Dinge zu erledigen, denn dann sind die Erfolgsaussichten wesentlich besser. Das Sprichwort hat seinen Ursprung daher, dass der Vogel im Morgengrauen größere Chancen hat, einen Wurm zu fangen. Letzterer wagt sich insbesondere in den frühen Morgenstunden an die Oberfläche, wenn die Böden vom Tau noch feucht sind.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ kommt eigentlich aus Großbritannien. Was die Meisten vielleicht nicht wissen: Der Ausspruch ist eigentlich keine deutsche Redensart, sondern wird hierzulande erst seit 1980er-Jahren benutzt. Ursprünglich stammt der Spruch aus dem Englischen. Anno 1670 wurde es erstmalig in einem Buch verwendet. Dort hieß es: „The early bird catches the worm“. Mit der Vogelredensart verwandt sind übrigens Aussprüche wie:

  • „Morgenstund hat Gold im Mund“, was auf die gleiche Bedeutung abzielt und in Deutschland schon wesentlich länger benutzt wird. Alternativ kann man natürlich auch sagen
  • „Wer zuerst kommt, malt zuerst“ oder
  • „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“.

Bei Redensarten führen eben „viele Wege nach Rom“.